Gedanken...
Vati, du bist der Beste
Vati, du bist der Beste
Es gibt rund 1, 4 Millionen Familien in Österreich, in den meisten dieser Familien lebt ein Vater: zirka 1, 4 Millionen Väter in Österreich bei rund 2 Millionen Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.
Wir kommen heut zu deinem Feste
Es gibt 50.400 alleinerziehende Väter und 251.700 alleinerziehende Mütter (Stand 2023)
Väter werden grundsätzlich aktiver und engagierter, was Familienarbeit und Erziehung betreffen.
Alleinerziehende bleiben nach wie vor überwiegend weiblich.
Wir lieben, achten, ehren dich
Geburten gehen leicht zurück, die Familienstrukturen werden vielfältiger und diverser.
Väter nehmen oft Karenz in den Monaten Juni bis September: Urlaubs- Ferien- und Kindergarten- Schulbedingt
Das Österreichische Modell ist weiterhin geprägt von: Vater arbeitet Vollzeit, Mutter arbeitet Teilzeit.
Vater: Wo bist du?
Im Zweiten Weltkrieg starben insgesamt 85 Millionen Menschen, davon 25 Millionen Soldaten,
die meisten zwischen 18 und 45 Jahren, genau die Generation von Vätern oder zukünftigen Vätern
Ich vermisse dich so - das Leben mit dir macht mich stark, macht mich froh!
In skandinavischen Ländern gilt: Wer Familie organisiert und Verantwortung teilen kann zuhause, kann auch im Unternehmen Verantwortung übernehmen. Empathie, Interesse an Familien- und Freizeitgestaltung und Teamorientierung sind in skandinavischen Ländern wichtige Werte.
Zeig mir doch, wie leben, lieben, spielen, arbeiten, beten, tanzen, lachen geht...
In Österreich gelten Väter in Karenz als weniger karriereorientiert und als Risiko für Arbeitgeber:innen
Maikäfer, flieg - alle schreien nach Krieg
Dänemark hatte im WW II vergleichsweise dramatisch weniger Verluste: es wurde zwar 1940 vom Nazi Deutschland besetzt, aber es hatte keinen eigenen Fronteinsatz, Dänemark hatte keine massiv ausgedünnte Männergeneration nach dem Krieg. Nach dem WW II wuchs in Österreich eine vaterlose Generation heran, und paradoxerweise griff man auf der Suche nach Ordnung und Stabilität auf vertraute Rollen zurück.
Jetzt dürfen in Europa auch Frauen bald in den Krieg ziehen, das Patriarchat setzt sich durch: Schönen Vatertag!
Die klassische Kernfamilie dient nach kollektiven Traumata auch als Stabilisierungsmodell und während und nach Corona sind und waren ähnliche Dynamiken zu beobachten. Obwohl Österreich viel Geld in Bildung und Familienpolitik steckt, es kommt dort nicht an, wo es ankommen soll. Österreich wird sich verbessern, aber viel zu langsam und nur in punktuellen Bereichen und nicht als echter Systembruch.
Gib mir doch ein Stück von deinem Kuchen, gemeinsam können wir den Frieden suchen
Und das Pensionssplitting? Väterkarenz? All das sollen immer die Paare entscheiden? Wie viel wird noch auf Individuen abgewälzt? Was entscheiden unsere gewählten Volksvertreter:innen? Welchen Konzernen sie huldigen? Echte Gleichwertigkeit entsteht nur, wenn beide Einkommen (Mann/Frau) über ein gesamtes Erwerbsleben hinweg gleichwertig entstehen können und die Lösung nicht am Mann gekoppelt ist. Die Ungleichheit entsteht nicht bei der Pension, sondern viele Jahrzehnte vorher.
Die Ausnahmen bestätigen immer auch die Regel...
Pensionssplitting ist ein politisches Symbolwirkungsinstrument, ein freiwilliger Ausgleich in einem grundsätzlich ungerechten System. Rund 1 - 2 Prozent der Familien nutzen es (Stand 2024). Es ist zu wenig bekannt, freiwillig, muss aktiv beantragt werden und hängt von der Bereitschaft des Partners ab.
Danke an alle Väter, die sich engagieren, die lieben, die da sind, die ihren Kindern Modell sind und dadurch einen wertvollen Beitrag leisten für die Gemeinschaft! Und DANKE allen Männern, die Kindern grundsätzlich ihre Zeit, ihre Liebe, ihre Freude und ihr Engagement schenken.
Es braucht ein Dorf, um Kinder aufzuziehen.
Danke jenen Vätern und Großvätern, die das Leben mit Kindern ehren und Kinder als schützenswerte Wesen betrachten und dementsprechend für Kinderrechte und den Schutz von Kindern und Jugendlichen einstehen.
Ohne Euch (und unseren Großmüttern und Müttern) wären wir nicht da, wo wir sind. Es ist gut weitergegangen, denn wir sind am Leben. So ein Glück.
Und immer wieder Muttertag
Mutti, du bist die Beste
Über 1 Million Tote und Verwundete und Vermisste auf beiden Seiten laut Schätzungen seit Beginn des Ukraine Kriegs
Wir gratulieren dir zu deinem Feste
Aktuell befinden sich in Österreich einige hunderte Kinder stationär in psychiatrischer Behandlung und 1 von 5 Kindern leidet aktuell an einer psychischen Störung
Das Leben ist so schön
Im Schnitt werden derzeit etwa 40 Ehen pro Tag in Österreich geschieden - jede zweite Ehe
Du bist wunderbar anzusehen
Die Geburtenrate in Österreich ist historisch auf einem Tiefstand: ca. 1, 29 Kinder pro Frau
Wir kommen heute hier zu dir
Insgesamt befinden sich derzeit rund 40.000 Kinder in Betreuungseinrichtungen (Steiermark)
Um dir zu sagen: wir lieben, achten, ehren dich!
Für einige tausend Kinder pro Jahr gibt es keinen passenden Betreuungsplatz (Steiermark)
So schön, dass es dich gibt-
Es fehlen rund 1000 elementarpädagogische Fachkräfte (Steiermark)
Wir haben dich so lieb!
"Die" Wissenschaft sagt: es braucht 1 Fachkraft für 3 Kinder in der Krippe und 1 Fachkraft für 7 Kinder im Kindergarten.
Die Politik sagt: eine Fachkraft für 7 Kinder in der Krippe und eine für 14 Kinder im Kindergarten ist ausreichend.
Sind unsere (gewählten) Volksvertreter jetzt also Schwurbler und Wissenschaftsleugner?
Heut darfst du dich einmal entspannen.
Rund 51% der Frauen in Österreich berichten von Burnout Symptomen, 40% der Gesamtbevölkerung zeigen Burnout-Anzeichen
Damit du morgen wieder fit und munter bist!
Die gesellschaftliche "good mother norm:" immer verfügbar, geduldig, organisiert, emotional stabil und selbstlos schützt sogar die Täter enorm. Die Mütter müssen die Familie zusammenhalten, die Konflikte verwalten und die Termine in Kindergarten und Schule organisieren. Der Systemische Blick wird hier fehlinterpretiert. Gewalt bleibt Gewalt, auch psychische und emotionale. Täter sind Täter. Keine Frau ist selbst schuld, wenn sie und ihre Kinder psychische oder körperliche Gewalt oder Vernachlässigung erleiden. Solche Täter muss man bestrafen. Gewalt ist eine Frage von Sicherheit und kein Kommunikationsproblem, das gelöst werden muss.
Und wenn das nicht gelingt: die spinnt.
Alles Gute zum Muttertag! :-)
Und wo sich die Katze in den sogenannten Schwanz beißt:
Gewalt gegen Kinder und Mütter wird gesenkt durch:
- geschulte Pädagog:innen in Krippe, Kindergarten und Schule und vor allem entlastete Pädagog:innen und Fachkräfte
- klare Melde- und Schutzketten
- interdisziplinäre Fallteams, Supervision, Coaching, Beratung
- frühes Erkennen von Gewalt und Vernachlässigungsthemen, eine Kultur des Ansprechens
- deeskalierende Sprache (auch von Seiten des Staates und der Medien)
- ökonomische Unabhängigkeit der Frauen
- Stärken der Rahmenbedingungen in Sozialberufen
- Absicherung nach Trennungen
- aufsuchende Familienhilfe
- stabile Bezugspersonen für Kinder im Sinne von "caring persons" und kein "Mutterkult" im Allmacht-Sinne
- klare institutionelle Verantwortung: Es braucht ein Dorf, um Kinder zu erziehen.
- Täter sind Täter und Opfer sind Opfer
- Hinterfragen der systemischen Ausbildungstraditionen: bei allen Formen von Gewalt haben nicht "beide Seiten Anteil"
- Hinterfragen der strukturellen Täter-Opfer-Verwischung
- moderne Gewaltforschung gehört in die Ausbildung von allen Sozialberufen mittels Lehrplan und Experti:innen aus der Praxis verankert
- institutionelle Neutralität führt zu Verhöhnung und zusätzlicher Belastung der Opfer und wirkt letzten Endes stabilisierend für jegliche Form von Gewalt
- Muli-Agency-Teams: interdisziplinäre Zusammenarbeit, Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Polizei, Psychologie, Familiengerichte, Gewaltschutzzentren und
frühe Einbindung von Kinderbildungseinrichtungen und Schulen, um auch Mütter bzw. mütterliche Menschen/ alle Erziehende zu entlasten
- Risiko- und Schutzlogik braucht Standards und Multiprofessionalität
Erst wenn die Mutter (und mütterliche Väter) in ihrer Rolle nicht mehr die Hauptverantwortliche für die Stabilität ist und nicht mehr zentrale Koordinationsfigur des Schutzsystems sein muss, wird es in unserer Gesellschaft Frauen, Müttern, Kindern und Schutzbedürftigen besser gehen. Mütter werden oft so behandelt, als hätten sie die volle Entscheidungsfreiheit, was in den seltensten Fällen stimmt. Es ist nicht die alleinige Aufgabe von Müttern, Termine, Therapien, Behördenwege und Institutionelle Kommunikation zu koordinieren.
Ein strukturelles Problem entsteht dann, wenn die Person, die Schutz braucht, gleichzeitig zur Hauptverantwortlichen für die Lösung gemacht wird.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass selbst Institutionen, Berater:innen, Psycholog:innen und Therapeut:innen, Sozialarbeiter:innen, sog. Energetiker:innen und viele Helfende hier blinde Flecken haben. Letzten Endes wird dadurch vor allem eins gestärkt: das Patriarchat, der neoliberale Raubtierkapitalismus und das Machtgefälle zwischen Männern, Frauen und Kindern.
St. Margarethen an der Raab, am 10. 5. 2026
Danke an meine Kinder.
