Gedanken...
Und immer wieder Muttertag
Mutti, du bist die Beste
Über 1 Million Tote und Verwundetete und Vermisste auf beiden Seiten laut Schätzungen im Ukraine Krieg
Wir gratulieren dir zu deinem Feste
Aktuell befinden sich in Österreich einige hundert Kinder stationär in psychiatrischer Behandlung und 1 von 5 Kindern leidet aktuell an einer psychischen Störung
Das Leben ist so schön
Im Schnitt werden derzeit etwa 40 Ehen pro Tag in Österreich geschieden - jede zweite Ehe
Du bist wunderbar anzusehen
Die Geburtenrate in Österreich ist historisch auf einem Tiefstand: ca. 1, 29 Kinder pro Frau
Wir kommen heute hier zu dir
Insgesamt befinden sich derzeit rund 40.000 Kinder in Betreuungseinrichtungen
Um dir zu sagen: wir lieben, achten, ehren dich!
Für einige tausend Kinder pro Jahr gibt es keinen passenden Betreuungsplatz
So schön, dass es dich gibt-
Es fehlen rund 1000 elementarpädagogische Fachkräfte
Wir haben dich so lieb!
Die Wisssenschaft sagt: es braucht 1 Fachkraft für 3 Kinder in der Krippe und 1 Fachkraft für 7 Kinder im Kindergarten.
Die Politik sagt: es reicht eine Fachkraft für 7 Kinder in der Krippe und eine für 14 Kinder im Kindergarten.
Sind das also Pädagogik Schwurbler und Wissenschaftsleugner?
Heut darfst du dich einmal entspannen.
Rund 51% der Frauen in Österreich berichten von Burnout Symptomen, 40% der Gesamtbevölkerung zeigen Burnout-Anzeichen
Damit du morgen wieder fit und munter bist!
Die gesellschaftliche "good mother norm:" immer verfügbar, geduldig, organisiert, emotional stabil und selbstlos schützt sogar die Täter enorm. Die Mütter müssen die Familie zusammenhalten, die Konflikte verwalten und die Termine in Kindergarten und Schule organisieren. Der Systemische Blick wird hier fehlinterpretiert. Gewalt bleibt Gewalt, auch psychische und emotionale. Täter sind Täter. Keine Frau ist selbst schuld, wenn sie und ihre Kinder Gewalt oder Vernachlässigung erleiden. Solche Täter muss man ausgrenzen und bestrafen. Strafe, wem Strafe gebührt. Gewalt ist eine Frage von Sicherheit und kein Kommunikationsproblem, das gelöst werden muss.
Und wenn das nicht gelingt: die spinnt.
Alles Gute zum Muttertag! :-)
Und wo sich die Katze in den sogenannten Schwanz beißt:
Gewalt gegen Kinder und Mütter wird gesenkt durch:
- geschulte Pädagog:innen in Krippe, Kindergarten und Schule und vor allem entlastete Pädagog:innen und Fachkräfte
- klare Melde- und Schutzketten
- interdisziplinäre Fallteams, Supervision, Coaching, Beratung
- frühes Erkennen von Gewalt und Vernachlässigungsthemen
- deeskalierende Sprache (auch von Seiten des Staates und der Medien)
- ökonomische Unabhängigkeit der Frauen
- Stärken der Rahmenbedingungen in Sozialberufen
- Absicherung nach Trennung
- aufsuchende Familienhilfe
- stabile Bezugspersonen für Kinder im Sinne von "caring persons" und kein "Mutterkult" im Allmacht-Sinne
- klare institutionelle Verantwortung: Es braucht ein Dorf, um Kinder zu erziehen
- Täter sind Täter und Opfer sind Opfer
- Hinterfragen der systemischen Ausbildungstraditionen: bei allen Formen Gewalt haben nicht "beide Seiten Anteil"
- Hinterfragen der strukturellen Täter-Opfer-Verwischung
- moderne Gewaltforschung gehört in Ausbildung von allen Sozialberufen verankert
- institutionelle Neutralität führt zu Verhöhnung und zusätzlicher Belastung der Opfer und wirkt letzten Endes stabilsierend für jegliche Form von Gewalt
- Muli-Agency-Teams: interdisziplinäre Zusammenarbeit, Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Polizie, Psychologie, Familiengerichte, Gewaltschutzzentren und frühe Einbindung von Kinderbildungseinrichtungen und Schulen, um auch Mütter zu entlasten
- Risiko- und Schutzlogik braucht Standards und Multiprofessionalität
Erst wenn die Mutter in ihrer Rolle nicht mehr die Hauptverantwortliche für die Stabilität ist und nicht mehr die zentrale Koordinationsfigur des Schutzsystems sein muss,
wird es in unserer Gesellschaft Frauen, Müttern, Kindern und Schutzbedürftigen besser gehen. Mütter werden oft so behandelt, als hätten sie die volle Entscheidungsfreiheit, was in den seltensten Fällen stimmt. Es ist nicht die alleinige Aufgabe von Müttern, Termine, Therapien, Behördenwege und Institutionelle Kommunikation zu koordinieren.
Ein strukturelles Problem entsteht dann, wenn die Person, die Schutz braucht, gleichzeitig zur Hauptverantwortlichen für die Lösung gemacht wird.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass selbst Institutionen, Berater:innen, Psycholog:innen und Therapeut:innen, Sozialarbeiter:innen, sog. Energetiker:innen und viele Helfende hier blinde Flecken haben. Letzten Endes wird dadurch vor allem eins gestärkt: das Patriarchat und das Machtgefälle zwischen Mann und Frau und Kindern.
St. Margarethen an der Raab, am 10. 5. 2026
Danke an meine Kinder.
